DIE O'CONNOR VIOLINSCHULE
Die O'Connor Violinschule hat seit ihrem Debüt im Herbst 2009 als „ein amerikanischer Rivale der Suzukimethode“ (The New Yorker) breiten Anklang gefunden. Sie hat eine amerikanisch-klassische Herangehensweise an das moderne Violinspiel, in der Stücke aus der vielseitigen Tradition der amerikanischen Streichmusik das technische Fundament legen.
Die bahnbrechende Methode ist die erste Geigenschule mit rein amerikanischer Musik und wurde von Lehrern aus dem ganzen Land als eine Methode gepriesen, die eine wesentliche Lücke in der klassischen Musikerziehung schließt. Sie wurde inspiriert durch die tausenden Schüler, die O'Connor in seinen Fiddlecamps und an Universitäten und Konservatorien im ganzen Land unterrichtet hat, sowie durch seinen Glauben daran, dass der heutige klassische Violinschüler, der sich Kenntnisse in Folk, Jazz und Weltmusik aneignet, sein ganzes Leben lang Freude an der Musik haben und in der heutigen Musikwelt erfolgreicher sein wird.
Link: Geschichte der amerikanischen Stücke, die für die O'Connor Violinschule ausgewählt wurden.
MARK O'CONNOR (www.markoconnor.com)
"One of the most talented and imaginative artists working in music -- any music -- today." - The Los Angeles Times
"The audience was on its feet . . . They were moved by Mr. O'Connor's journey without maps, cheering for the only musician today who can reach so deeply first into the refined, then the vernacular, giving his listeners a complex, sophisticated piece of early-21st-century classical music and then knocking them dead with the brown-dirt whine of a Texas fiddle." - The New York Times
Mark O'Connor, geboren 1961 in Seattle, Washington ist ein US-amerikanischer Violinist und Komponist, der in einer Vielzahl von Genres wie Bluegrass, Jazz, Country und klassischer Musik beheimatet ist.
Mark O'Connors kreative Reise fing zu Füßen eines Paars musikalischer Giganten an. Der erste war der Folk Fiddler und Innovator Benny Thomasson, der die moderne Ära des amerikanischen Fiddelns ins Leben rief; der zweite der französische Jazzviolinist Stephane Grappelli, der als einer größten Improvisateure in der Geschichte der Violine gilt. Auf dem Weg zwischen diesen beiden musikalischen Extremen sog Mark O'Connor Einflüsse aus der Vielzahl musikalischer Stile und Genres auf, die er studierte. Nun, im Alter von 49 Jahren, hat er diese Einflüsse in einer neuen American Classical Music und einer Vision einer rundum amerikanischen Streicherschule vereint. Wie die The Los Angeles Times vor kurzem feststellte, hat er „so viele Grenzen überschritten, dass sein Stil absolut einzigartig ist“.
O'Connor gewann zwei Grammys, einen für sein Album mit den New Nashville Cats und einen weiteren für sein Album Appalachian Journey, das er mit Yo-Yo Ma und Edgar Meyer aufnahm. Er erhielt acht Grammynominierungen und trug 2010 mit seiner Komposition und Interpretation der Strings & Thread Suite zum Grammygewinn von Sharon Isbin in der Kategorie klassisch-instrumental bei.
O'Connor überschreitet mit seinen Kompositionen, Arrangements und Aufnahmen in Folk, Klassik und Jazz musikalische Grenzen.
Sein Fiddle Concerto ist das meist aufgeführte Violinkonzert, das in den letzten 50 Jahren komponiert wurde. Zu seinen unzählbaren Kompositionen gehören u.a. sechs Violinkonzerte, diverse Streichquartette und -trios, Chorwerke, Solowerke und sein Symphoniekonzert Americana Symphony sowie unzählige weitere Werke. Er hat mit einer großen Zahl von Künstlern wie Yo-Yo Ma, Chet Atkins, James Taylor, Wynton Marsalis, Alison Krauss, Béla Fleck, Stéphane Grappelli, Dolly Parton u.v.m. zusammen gearbeitet.
Mark O'Connor ist regelmäßig als Gastdozent an Musikhochschulen des ganzen Landes wie z.B. The Juilliard School, Harvard University, Berklee College of Music, Cleveland Institute of Music, UCLA, University of Miami u.v.m. anzutreffen. Seit 17 Jahren veranstaltet er jährlich die Mark O'Connor String Camps in Tennessee sowie seit einigen Jahren in New York City und im Sommer 2011 zum ersten Mal am renommierten Berklee College of Music in Boston, Massachusetts.

Ulrike Buth mit der Teacher Class auf dem Mark O'Connor String Camp
in Johnson City, TN im Juni 2010

Mark O'Connor - Photograph by Erica Horn
Mark O'Connor über seine Methode
"Ich freue mich, die O'Connor Violinschule für Violinlehrer und -schüler vorzustellen. Diese Serie von 10 Büchern ist konzipiert, Schüler Schritt für Schritt durch die Entwicklung pädagogischer und musikalischer Techniken zu führen, die sie durch eine sorgfältig geplante Stückfolge zu einem bewanderten, vielseitigen Musiker machen. Die schrittweise Entwicklung von Techniken der linken Hand, Bogenbeherrschung und Gehörtraining durch das Studium wunderschöner Musik fördert die Liebe zur Musik auf eine langsame, stetige und natürliche Weise.
Die Musik, die ich für die O'Connor Violinschule zusammengestellt habe, beinhaltet einige der bezauberndsten Melodien amerikanischer Musik sowie einige der großen Folk Fiddle Tunes, die unsere 400 Jahre alte Geschichte des Geigespielens überdauert haben. Ich habe besonderen Wert darauf gelegt, in der Schule Musik aus allen Teilen Amerikas – Mexiko, Kanada und jede Region der USA – sowie aus allen Musikstilen – Klassik, Folk, Latin, Jazz, Rock und Ragtime zu integrieren. Ich habe Material ausgewählt und arrangiert, das sowohl lehrreich als auch künstlerisch bereichernd ist und den zukünftigen klassischen Violinisten, Folk Fiddler oder Jazzmusiker formen wird – oder alle drei auf einmal!
Die Methode berücksichtigt, dass auch auf einem Anfängerlevel das Erlernen von Musik von zeitloser Qualität ein gesunder Weg ist, um eine lebenslange Liebe zum Musizieren zu entfachen. Anfängerstücke können großartige Stücke sein, und es ist gut möglich, dass diese den Schüler ein Leben lang begleiten. Wenn ich durch das Land reise um zu unterrichten, erzähle ich meinen Schülern oft, dass ich drei der ersten Fiddlestücke, die ich als Kind gelernt habe, professionell aufgenommen habe. Alle drei – Soldier's Joy, Arkansas Traveler und Fiddler's Dream, werden in der Schule früh eingeführt. Ich glaube nicht daran, Stücke wegzuwerfen.
Die Anfängerstücke sind für die Ewigkeit gemacht und bieten eine robuste Basis für den Anfänger. Das Stück, das ich für die elementarsten Übungen eines Geigenschülers arrangiert habe – Boil'em Cabbage Down – ist das erste Fiddlestück, das ich als Kind gelernt habe. In den ersten Büchern lernen die Schüler vereinfachte Arrangements von fortgeschrittenen Musikstücken, die zu einem späteren Zeitpunkt in der Methode auftauchen.
Viele meiner eigenen Kompositionen wie Appalachia Waltz und The Fiddle Concerto tauchen in den ersten Büchern in einer Anfänger zugänglichen Form auf. Geigenschüler, die diese und andere Stücke nach einigen Jahren auf einem höheren technischen und musikalischen Level wiederentdecken, werden an ihre eigenen ersten Jahre der Faszination an der Geige erinnert. Meine Reisen in den letzten 30 Jahren haben mich davon überzeugt, dass sich eine neue amerikanische klassische Musik entwickelt. Auf Konzerten und Workshops, an Hochschulen, Konservatorien und Musikschulen und auf Fiddle Camps bin ich auf tausende von Schülern aller Altersklassen und Levels getroffen und habe immer wieder festgestellt, dass die Schüler die großartigen Klänge und die Energie des Fiddling und Jazz nicht „verpassen“ wollen, nur weil sie gute klassische Violinisten werden wollen. Ich glaube fest daran, dass die neue American Classical Music die Ganzheit unserer reichen Geschichte des Geigespielens umfassen wird, und ich hoffe aufrichtig, dass meine Violinschule diesen Prozess weiter fördern und die Liebe zur Violine bewahren wird."
Mark O'Connor (New York City, 2009)
